Marthe Keller

Marthe Keller

Marthe Keller (* 28. Januar 1945 in Basel, Schweiz) ist eine Schweizer Schauspielerin und Opernregisseurin. Sie studierte als Kind Ballett, musste dies jedoch nach einem Skiunfall mit 16 Jahren aufgeben. Anschließend wandte sie sich der Schauspielerei zu und arbeitete in Berlin am Schiller-Theater und beim Berliner Ensemble. Kellers erste Filmauftritte waren in „Funeral in Berlin“ (1966, ohne Namensnennung) und dem deutschen Film „Wilder Reiter GmbH“ (1967). In den 1970er-Jahren wirkte sie in einer Reihe französischer Filme mit, darunter „Un cave“ (1971), „La raison du plus fou“ (1973) und „Toute une vie“ (1974). Ihre bekanntesten amerikanischen Filmrollen sind ihre für den Golden Globe nominierte Darstellung von Dustin Hoffmans Freundin in „Marathon Man“ und ihre Rolle als Femme fatale, eine arabische Terroristin, die einen Anschlag auf den Super Bowl in „Black Sunday“ anführt. Beide Figuren erleiden im jeweiligen Film ein tragisches Ende. Keller spielte 1978 an der Seite von William Holden in Billy Wilders Film „Fedora“. Sie war neben Al Pacino in dem Autorennenfilm „Bobby Deerfield“ zu sehen, und die beiden begannen später eine Beziehung. Seitdem hat Keller im europäischen Kino kontinuierlicher gearbeitet als in amerikanischen Filmen. Zu ihren späteren Filmen zählt „Dark Eyes“ mit Marcello Mastroianni. 2001 spielte Keller in einer Broadway-Adaption von Abby Manns Theaterstück „Judgment at Nuremberg“ die Rolle der Mrs. Bertholt (die Rolle, die Marlene Dietrich in Stanley Kramers Verfilmung von 1961 verkörperte). Für diese Leistung wurde sie für einen Tony Award als Beste Nebendarstellerin nominiert. Neben ihrer Arbeit in Film und Theater hat sich Keller auch in der klassischen Musik als Rednerin und Opernregisseurin einen Namen gemacht. Sie sang die Sprechrolle der Jeanne d’Arc in Arthur Honeggers Oratorium „Jeanne d’Arc au Bûcher“ mehrfach unter Dirigenten wie Seiji Ozawa und Kurt Masur. Sie hat die Rolle für Deutsche Grammophon mit Ozawa aufgenommen (DG 429 412-2). Keller hat außerdem die Sprechrolle in Igor Strawinskys „Perséphone“ rezitiert. Sie hat klassische Musikmelodramen für Sprecher und Klavier im Liederabend aufgeführt. Der Schweizer Komponist Michael Jarrell schrieb das Melodram „Cassandre“ nach dem Roman von Christa Wolf für Keller, die 1994 die Uraufführung gab. Kellers erste Opernregie war „Dialogues des Carmélites“ für die Opéra National du Rhin im Jahr 1999. Diese Produktion wurde im selben Jahr in London als halbszenische Aufführung gezeigt. Sie inszenierte außerdem „Lucia di Lammermoor“ für die Washington National Opera und die Los Angeles Opera. Ihr Regiedebüt an der Metropolitan Opera gab sie 2004 mit einer Produktion von „Don Giovanni“. Keller hat einen Sohn, Alexandre (geb. 1971), aus ihrer Beziehung mit Philippe de Broca.

  • The Amateur
  • Mars Express
  • One Life
  • Heidis Alptraum
  • Tout le monde aime Jeanne
  • Wanda, mein Wunder
  • Morceaux de Cannes
  • Schwesterlein
  • Al Pacino - Star wider Willen / Al Pacino - The reluctant star
  • Marthe Keller, du mur de Berlin à Hollywood
  • The Witness
  • The Staggering Girl
  • On ment toujours à ceux qu'on aime
  • La Sainte Famille
  • The Escape
  • L’Ordre des Médecins
  • Für meinen Glauben
  • Les Sources assassines
  • Du sollst nicht langweilen: Billy Wilder
  • Die Ökonomie der Liebe
  • Vergebung
  • Amnesia
  • Homo Faber
  • La vie à l'envers
  • Choral des Todes
  • Au Galop
  • Die Verschwörung - Verrat auf höchster Ebene
  • Mein bester Feind
  • Kleine Riesen
  • Jedermann Remixed
  • Bach rencontre Buxtehude
  • Hereafter - Das Leben danach
  • In einem anderen Licht
  • Bouquet final
  • Cortex
  • Modus Operandi
  • Chrysalis - Tödliche Erinnerung
  • UV - Tödliche Verführung
  • Le Lien
  • Fragile
  • Die Nacht singt ihre Lieder
  • La Nourrice
  • Aaron und der Wolf
  • Tout va bien c'est Noël!
  • Going the Distance: Remembering 'Marathon Man'
  • Le derrière
  • Schule des Begehrens
  • Die Schwächen der Frauen
  • K - Das Zeichen des Bösen
  • Nuits blanches
  • Erklärt Pereira
  • Mon amie Max
  • Lapse of Memory
  • Georg Elser – Einer aus Deutschland
  • La Ruelle au clair de lune
  • Schwarze Augen
  • The Hospice
  • Die Frau des Reporters
  • Joan Lui – Eines Tages werde ich kommen und es wird Montag sein
  • Rouge baiser
  • Femmes de personne
  • Der zweite Mann
  • Die Formel
  • Fedora
  • Bobby Deerfield
  • Schwarzer Sonntag
  • Der Marathon-Mann
  • Le Guêpier
  • The Magic of Hollywood... Is the Magic of People
  • Per le antiche scale
  • Die Antwort kennt nur der Wind
  • Ein Leben lang
  • La Chute d'un corps
  • Durch Paris mit Ach und Krach
  • La Raison du plus fou
  • Das späte Mädchen
  • Un cave
  • Wenn Marie nur nicht so launisch wär
  • Pack den Tiger schnell am Schwanz
  • Wilder Reiter GmbH
  • Finale in Berlin
  • Midnight Men: A John Schlesinger and Michael Childers Story

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